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25 Jahre Integration –

LSV setzt ein Zeichen

Von Jens Burmester

Ein Vierteljahrhundert oder 9.125 Tage steht die Lüneburger SV für eine erfolgreiche Integrationsarbeit im Umgang mit Menschen unterschiedlicher Herkunft. Am 1. Februar 1998, also vor 25 Jahren, war die Geburtsstunde der Kampfsportart Ringen und somit für die Integration im Verein. Die LSV betrat mit dieser Sportart Neuland. Seinerzeit waren viele Menschen erstaunt, dass der Verein Ringen anbot, eine Sportart, die in hiesiger Region bis dahin bedeutungslos war. Doch die Skeptiker wurden eines Besseren belehrt. Die Nachfrage von zahlreichen russischen Mitbürgern war enorm. Noch heute ist die LSV mit Ringen der einzige Klub im Kreissportbund Lüneburg (aktuell 160 Vereine), der den Kampfsport im Rahmen der Integration fortführt.

Großen Anteil an der positiven Entwicklung Ringen und Integration hatte Günter Dammann, der von 1990 bis 1992 und von 2000 bis 2004 als 2. Vereinsvorsitzender agierte, viele Jahre stellvertretender Landrat war, im Stadtrat, Kreistag für die CDU die Fäden zog und nicht zuletzt von 2004 bis 2007 vom LSB eingesetzter Stützpunktleiter in Lüneburg für das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ fungierte. Daraus resultierend wurde die LSV siebenmal als anerkannter Stützpunktverein ausgezeichnet. „Ich bin hocherfreut, dass die LSV nun auf 25 Jahre Integrationsarbeit zurückblicken kann. Mein großer Dank gilt allen Mitgliedern und Übungsleitern, die sich für einen enormen Zusammenhalt im Bereich Integration stark gemacht haben.  Als Integrationsverein hat sich der Klub weit über die Kreisgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Viele Migranten:innen fanden im Verein ein neues Zuhause und pflegen ihre Sportart, sei es Ringen, Tanzen oder Fußball“, betonte Günter Dammann (79).

Auch sein Nachfolger, der noch amtierende Integrationsbeauftragte Jens Burmester, schließt sich den Worten seines Initiators an und ergänzt: „Der frühe Tod unseres Ringer-Gründers und Trainers Wladimir Chudjkakow im Dezember 2020 schmerzt sehr. Ihm ist es zu verdanken, dass er bei fast allen Wettkämpfen mit seinen Mattenkämpfern stets auf dem Treppchen stand bis auf einen Konkurrenzkampf ohne Medaillen. Das haute ihn förmlich um. Er liebte und lebte die Sportart Ringen. Der Diplom-Sportlehrer war 1974 russischer Meister im griechisch-römischen Stil. Ein besseres Übungsleiter-Vorbild gab es nicht. Sein Nachfolger Musa Bisultanov war 2014 der erste Deutsche Meister in der Vereinsgeschichte. Er gewann in München-Freising den Freistil-Titel. Letztendlich besteht eine gute Integrationsarbeit nur, wenn die Angebote wie bei der LSV aufeinander abgestimmt sind und eine systematische Verzahnung gewährleistet ist.“
Sechs Jahre nach Beginn der Integration erfolgte die Gründung der Sparte „Aerobic & Tanzen – Integration durch Sport“ in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Kaltenmoor.

Info: Integration (bitte anklicken)

Engagement für die Aktion "Sport gegen Gewalt" 2001: Oberbürgermeister und LSV-Mitglied Ulrich Mädge, LSV-Manager Christos Dovas, Sportausschuss-Vorsitzender Hubert Meißner, LSV-Sportwart Günther Köpsel, Klubchef Manfred Schestak, Geschäftsführer Hans Arndt und LSV-Vize Günter Dammann. Foto: A/jb
Die erste Übungsgruppe nach Aufbau der Ringersparte 1998 mit Trainer Wladimir Chudjakow (r.). Foto: A/jb
Showtanz vom Feinsten serviert die Tanzgruppe "Randevu". Foto: A/jb

30 Jahre die gute Seele in der Geschäftsstelle

Ein Ehrenamt neben Beruf und Familie gewissenhaft auszufüllen ist zeitintensiv und nicht selbstverständlich. Für das Gemeinwohl in unserer Gesellschaft engagieren sich deutschlandweit etwa 29 Millionen Menschen. In der Regel ist die Wahrnehmung eines Ehrenamtes freiwillig und unentgeltlich. Für dieses altruistische Handeln in verschiedenen Vereinen, Verbänden, Organisationen oder Institutionen steht bei der Lüneburger SV auch Petra Bahlinger. Am 1. März bekleidet die gebürtige Bleckederin seit genau 30 Jahren die Funktion als Geschäftsstellenleiterin. Herzlichen Glückwunsch, Petra !

Zusammen mit ihrem Vorstandskollegen Jens Burmester, der am 29. März 33 Jahre als Pressewart fungiert und 29 Jahre den Schriftführer inne hat, sind beide aktuell die „dienstältesten Ehrenamtlichen“ im Integrationsverein an der Schützenstraße 31. „Solange ein Ehrenamt auszuüben ist schon einmalig und verdient höchsten Respekt. Die Mitglieder und Vorstand danken euch beiden für dieses Engagement“, lobt Vereinsvorsitzender Ralf Pagels und ergänzt zudem an die Adresse von Petra Bahlinger: „Du bist die gute Seele in der Geschäftsstelle. Vielen Dank !“

Doch zurück zu den Wurzeln des symapthischen Klubmitgliedes: Als Dankeschön für ihren selbstlosen Einsatz im Sportverein an der Nahtstelle der Stadtteile Neu Hagen und Kaltenmoor wurde die heute 51-Jährige bereits vor vier Jahren beim „Tag des Ehrenamtes“ der Hansestadt Lüneburg von dem damaligen Oberbürgermeister Ulrich Mädge gehuldigt. Petra Bahlinger sorgt jede Woche für einen reibungslosen Ablauf in der Vereinsarbeit. Ob nun die Bearbeitung von Beitrittserklärungen, Kündigungen, Zahlungsüberwachung, Aktualisierung der Mitgliederverzeichnisse in den acht Abteilungen, Ablage, Telefongespräche, Sozialwartin (seit 27. April 2018) und Vereins-Datenschutzbeauftragte (seit 23. Mai 2018) neben ihren Job als Lohn- und Finanzbuchhalterin im Posener Altenheim – das ist eine gewaltige Herausforderung, die sie mit viel Liebe und Herz lebt. Große Unterstützung erhält Petra Bahlinger von ihrem Mann Torsten, der ebenfalls in der LSV als

Petra Bahlinger wurde am "Tag des Ehrenamtes" vor vier Jahren von Oberbürgermeister Ulrich Mädge gewürdigt. Foto: A/jb

Poker-Abteilungsleiter und Beisitzer im Vorstand aktiv ist.
„Wir wünschen Petra für die Zukunft alles Gute und das Du noch viele Jahre deine Ehrenämter fortführst“, freut sich LSV-Chef Ralf Pagels. (jb)

Weichenstellung des Vereinsvorstandes

Jahreshauptversammlung am 21. April – Einladung mit Tagesordnung jetzt online

Neues Jahr, neuer Anlauf. Der Vorstand der Lüneburger SV stellt zukunftsweisend die Weichen für die knapp 500 Mitglieder. Schwerpunktmäßig rückt die Entwicklung des Vereinsgeländes zunehmend in den Focus. Nachdem im vergangenen Jahr der Schulsportplatz Kaltenmoor (Vereinsgelände der LSV) umfangreich saniert wurde, stehen weitere Projekte auf der Agenda der Vereinsleitung: Die Sanierung des B- und C-Platzes durch die Hansestadt Lüneburg, Erneuerung der Traverse im Zuschauerbereich an der neuen Laufbahn, die Modernisierung der Flutlichtanlage auf dem A-Platz und der geplante Abriss des sog. „weißen Containers“. Letztgenannter ist seit nunmehr 22 Jahren ein „Schandfleck“ auf dem Klubgelände. Das Gebäude ist im Laufe der Zeit gealtert und völlig marode, die sanitären Anlagen absolut unzumutbar, kurzum: Die Demontage des Bauwerkes. Zunächst war seitens des Vorstandes ein Mitgliederentscheid über ein Neubauprojekt mit einem Finanzierungsplan auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung vorgesehen. Jedoch distanzierte sich kürzlich der Vorstand von dem Vorhaben. Das Budget des Integrationsvereins lässt einen Neubau auch unter Berücksichtigung von Fördermitteln nicht zu. Vereinschef Ralf Pagels als auch sein 3. Vorsitzender Dennis Lauterschlag, der für die Beantragung von Fördermitteln des Vereins zuständig ist, halten einen umweltgerechten Abriss für die kostengünstigerere Variante. Dort, wo noch der „weiße Container“ steht, könnte ein Außenspielplatz entstehen. Über die Darlegung des Vereinsgeländes werden die Klubmitglieder auf der Jahreshauptversammlung am 21. April informiert. (jb)

Info: Jahreshauptversammlung (bitte anklicken)

Blick auf das Vereinsgelände (im Hintergrund: Stadtteil Kaltenmoor mit der IGS Lüneburg und Sporthalle Kaltenmoor). Foto: jb
Eine Neugestaltung im Zuschauerbereich ist dringend erforderlich. Foto: jb
Seit 22 Jahren auf dem Vereinsgelände: Der sog. "weiße Container". Ein Abriss ist unumgänglich. Foto: jb
Auch die Flutlichtmasten sollen zukunftsfähig gestaltet werden. Foto: jb
Das Osterfeuer zieht viele Klubmitglieder und Besucher magisch an. Foto: A/jb

Hurra ! Es brennt lichterloh

Eine gute Nachricht für alle Vereinsmitglieder durch den Vorstand: Nach drei Jahren Pause steigt auf dem Vereinsgelände an der Schützenstraße 31 wieder das beliebte Osterfeuer. (jb)

Info: Osterfeuer (bitte anklicken)

Schulsportplatz: Einweihung Ende April / Mai

Seit September 2022 ist der Schulsportplatz Kaltenmoor fertiggestellt. Der Hauptplatz zeigt sich im frischen Grün, die schmucke 400-m-Rundlaufbahn ist das Aushängeschild der Laufabteilung der LSV. Dort werden später auch Wettkämpfe ausgetragen. Schließlich mussten die Laufathleten vier Jahre ihren Sport anderswo ausüben. Die Einweihung des Areals durch die Hansestadt Lüneburg wird voraussichtlich Ende April / Anfang Mai 2023 erfolgen. (jb)

Info: Bilder-Doku Sanierung Schulsportplatz Kaltenmoor 2022 (bitte anklicken)

Blick auf den fertiggestellten neuen Schulsportplatz und der frischen 400-m-Rundlaufbahn. Foto: jb
Der Eingangsbereich zum Vereinsheim mit Zugang in die Geschäftsstelle. Foto: jb

Geschäftszeit immer mittwochs

Die Vereinsgeschäftsstelle (Schützenstr. 31 | 1. Obergeschoß) ist für alle Mitglieder immer mittwochs von 17.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.

Geschäftsstellenleiterin Petra Bahlinger, die drei Beisitzer oder eine weitere Person aus dem Vorstand stehen Rede und Antwort, wenn es um Vereinsangelegenheiten oder Anfragen von Mitgliedern geht. Außerhalb der Sprechzeit sind die Verantwortlichen in dringenden Fällen mobil (siehe Link Der Vorstand) oder über die Vereins-E-Mail info@lueneburger-sv.de erreichbar. (jb)

Akt der Solidarität:

Heimatvertriebene beitragsfrei

Etwa 7,8 Millionen Menschen leben seit Ausbruch des Ukraine-Krieges am 24. Februar 2022 in europäischen Ländern, davon erreichten ca. 1.024.841 Geflüchtete des osteuropäischen Staates bislang Deutschland (Ausländerzentralregister).
Die Hilfs- und Spendenbereitschaft ist weltweit groß, auch in Deutschland. Migrationsexperten rechnen mit bis zu zehn Millionen Flüchtlingen aus der Ukraine. Was bedeutet es für unseren Verein ? „Wir müssen ersteinmal abwarten, wie sich die Situation entwickelt, insbesondere wieviel Heimatvertriebene ins zweitgrößte deutsche Bundesland Niedersachsen kommen. Wir werden uns der Gefälligkeit nicht verschließen“, heißt es aus dem Vorstand.

Sollten sie auch die Hansestadt Lüneburg erreichen und sich einem der 160 Sportvereinen im Kreissportbund Lüneburg anschließen, hat die Vereinsleitung der Lüneburger SV entschieden, dass diese Menschen beitragsfrei ihren Sport nachgehen dürfen. (jb)

– Auf einen Blick –

Unsere Chronik

Das erste Buch der Vereinsgeschichte (1913 – 2013) ist derzeit für 7,00 € in der Geschäftsstelle der Lüneburger SV (Schützenstr. 31) und im Vereinslokal erhältlich. Auf 224 Seiten lesen Sie Wissenswertes von der ATL bis hin zur LSV – 100 Jahre geballter Lesestoff.