Daten und Zahlen zum Sportpark (Vereinsheim)

  • 1991: Planungsbeginn für den Sportpark-Neubau an der Schützenstraße
  • Initiatoren des Sportpark-Neubaus: Otto Ernst Schulz (1. Vorsitzender von 1984 – 1999) und Joachim Busse (2. Vorsitzender von 1992 – 1996 und Bauleiter)
  • Juni 1991: Planungsende
  • Mai 1994: Ausschachtung
  • 25. Juni 1994: Grundsteinlegung
  • 7. Oktober 1994: Richtfest
  • 1. August 1995: Vereinsheim für die rund 650 Mitglieder und auch Gäste wird eröffnet
  • 4. August 1995: Erste Jahreshauptversammlung im neuen Domizil, an der 84 Mitglieder teilnehmen.
  • 5. August 1995: Das Wirtepaar Regina und Walter Schulz lädt zu einer kleinen Einweihungsfeier ein.
  • 21. – 28. Oktober 1995: Offizielle Einweihungsfeier im und am Vereinsheim mit buntem Programm
  • November 2000: Baubeginn des Versammlungsraumes
  • 12. August 2001: Einweihung des Versammlungsraumes

Gäste fielen aus allen Wolken

Lüneburger SV weihte neues Vereinsheim ein

Lüneburg. Petrus hielt dem drittgrößten Stadtverein im KSB die Treue: Bilderbuchwetter bei der offiziellen Einweihungsfeier des neuen Vereinsheimes der Lüneburg SV an der Schützenstraße 31 (21. – 28. Oktober 1995). Etwa 75 geladene Gäste kamen, danach richteten sich die Blicke gen Himmel, als Hartmut Karolat, Toni Adolf, Volker Engelhardt und Lothar Schmidt von der Fallschirm-Einsatzgruppe Lüneburg im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Wolken fielen. Sicher landeten sie mit vier Bällen, gestiftet von Oberbürgermeister Ulrich Mädge, auf dem Sportplatz.

Das Bezirksliga-Spiel LSV gegen SV / MTV Winsen (2:2) war seitens der Elf von Trainer Jürgen Karges keine Glanzleistung. Vor dem Anpfiff übergab Vereinsvorsitzender Otto Ernst Schulz Heiko Dörbaum (Sportausschuss der Stadt Lüneburg) den Ball zum Anpfiff des Bezirksligaspiels im Beisein von LSV-Abwehrrecke Jürgen Obrecht.
Glanz verlieh die Lüneburger Skiffle-Band „Wander-Ei“, die mächtig einheizte. Stimmung bis spät in die Nacht. Am Montag (23. Oktober 1995) gab´s einen 4:3-Sieg der LSV-C-Jugend gegen eine Kreisauswahl. Einen Tag später kamen rund 300 Besucher zum Spiel LSV I gegen LSK I. Zwar gingen die Gastgeber mit 0:5 unter, beim anschließenden gemütlichen Beisammensein war von Melancholie keine Spur. Dass die Hagener Schützen nicht nur mit dem Gewehr umgehen können, bewiesen sie gegen die LSV-Altherren: 3:0-Sieg der Schützen. Kommunikation und Fröhlichkeit wurden großgeschrieben. Kurzum: Eine gelungene Festwoche, die allen gern in Erinnerung bleibt. (jb)

Oberbürgermeister Ulrich Mädge (r.) und Oberstadtdirektor Reiner Faulhaber (l.) gratulieren Vereinschef Otto Ernst Schulz. Foto: A/jb
Rappelvoll ist es bei der Einweihung des Klubheimes im Vereinslokal. Foto: A/jb
Das volle Vereinslokal mit Mitgliedern und Gästen im Rahmen der Einweihungsfeier. Foto: A/jb
Drei Springer der Fallschirmeinsatzgruppe Lüneburg im Landeanflug. Foto: A/jb
Otto Ernst Schulz (l.) mit Heiko Dörbaum (r.) und Jürgen Obrecht. Foto: A/jb
Blick auf das Vereinsheim (vom Freibad Hagen kommend). Foto: jb
Blick auf das Vereinsheim (stadtauswärts kommend). Foto: jb
Das Vereinsheim (Seitenansicht Ostseite) und das LSV-Logo auf der Trafostation der E.ON-Avacon. Foto: jb
Blick auf die Sportanlage der LSV (vorne: Kleinfeldplatz). Im Hintergrund: Stadtteil Kaltenmoor Foto: jb
Blick auf die Westseite des Vereinsheimes mit kleinem Parkplatz und Versammlungsraum. Foto: jb

Ein Versammlungsraum für alle

Lüneburg. Mit der offiziellen Einweihung des neuen, etwa 130 m²  großen Versammlungsraumes (12. August 2001) ist der Vorstand der Lüneburger SV mit dem Projekt „Vereinsheim-Bau“ wieder einen Schritt weiter. Vor zahlreichen Gästen aus Politik und Sport betonte Oberbürgermeister Ulrich Mädge, dass nun die Nahtstelle zwischen Hagen und Kaltenmoor geschlossen sei. LSV-Vize Günter Dammann machte deutlich, dass der Raum (bis 120 Personen) nicht nur den Vereinsmitgliedern, sondern auch den Bürgern aus Hagen und Kaltenmoor zur Verfügung steht. „Ohne Förderung aus dem Bund-Länder-Projekt ´Soziale Stadt´ hätten wir den Versammlungsraum nie bauen können“, sagte Dammann.

Die Pläne lagen schon 1995 in der Schublade. Doch die Kosten in Höhe von 180.000 Mark konnte der Verein nicht aufbringen. Nun gab es 120.000 Mark Zuschuss aus dem Projekt „Soziale Stadt“, in das Lüneburg mit dem Stadtteil Kaltenmoor 1999 aufgenommen worden war. Die LSV steuerte 60.000 Mark Eigenleistung bei. Im November 2000 war Baubeginn, jetzt ist das Schmuckstück fertig – mit eigenem Ausschankbereich, Garderobenständer und Direktverbindung in die Gaststätte „Zum Sportpark“. „Wir möchten uns ganz herzlich bei den am Bau beteiligten Firmen, bei den vielen freiwilligen Helfern, den Sponsoren und der Stadt Lüneburg bedanken“, sagte LSV-Vorsitzender Manfred Schestak. (jb)

Oberbürgermeister Ulrich Mädge (l.) zusammen mit LSV-Chef Manfred Schestak (M.) und seinem Stellvertreter Günter Dammann. Foto: A/jb
Der Versammlungsraum am Tag der Einweihung vor nunmehr 23 Jahren. Foto: A/jb
Gerd Peters, Willi Laczka, Kurt Salewski, Theo Gienke, Hermann Sponagel und Ralf Bammel (v. l.) vereint am Tisch im neuen Versammlungsraum. Foto: A/jb
Am Tag der Einweihung ist viel los im Versammlungsraum. Foto: A/jb
Großzügig gestaltet zeigt sich der Versammlungsraum. Foto: A/jb

Alle Weichen für LSV-Neubau gestellt

Gesamtprojekt fast zwei Millionen Mark – Grundsteinlegung: 25. Juni 1994

Die Würfel sind gefallen: Nach zähen Verhandlungen mit der Stadt Lüneburg begannen die Bauarbeiten für den Sportpark-Neubau der rund 650 Mitglieder starken Lüneburger Sportvereinigung (LSV) an der Schützenstraße 31 im Stadtteil Neu Hagen an der „Grenze“ zum Stadtteil Kaltenmoor, dem größten Viertel Lüneburgs nachdem am 1. Juni 1991 alles planungsfertig in der Schublade lag. Die Ausschachtung erfolgte im Mai 1994. Wenige Stunden vor Beginn der Jahreshauptversammlung am 29. April 1994 legten Vorsitzender Otto Ernst Schulz und sein Stellvertreter Joachim Busse eine Nachtschicht ein, um die noch offenstehenden Punkte zur Realisierung des fast zwei Millionen Mark teuren Gesamtprojekte zu klären. Aufgrund des gleichzeitigen VfL-Neubaus bereitete die Finanzierung Kopfzerbrechen.

Erleichtert zeigte sich der Klubchef auf der Versammlung: „Wir haben die letzten Gespräche mit Oberstadtdirektor Reiner Faulhaber und dem VfL geführt. Dieser Tag war sehr erfolgreich.“ Der Vorsitzende appellierte an alle: „Selbstständigkeit, Flexibilität und Verantwortung sind gefragt, um dieses Projekt so schnell als möglich fertigzustellen.“ Auch Joachim Busse betonte, dass jede Hand gefordert sei. „Ich hoffe auf rege Beteiligung und möchte, dass Ende 1994 der Vereinsheim-Neubau unter Dach und Fach ist.“

Insgesamt stehen 450.000 Mark von seiten der Stadt zur Verfügung. Der LSB sagte inzwischen mündlich zu, dass Projekt mit 120.000 Mark zu bezuschussen, so dass bis 1995 insgesamt 570.000 Mark bereitstehen. Doch dann kam eine Nachricht aus Hannover, die den Vorstand der LSV wie ein Blitz traf. 20.000 Mark weniger für den Vereinsheim-Neubau. Grund: Der Etat des Landessportbundes (LSB) ließ diesen Zuschuss nicht zu. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Um das Projekt bis zum 31. Dezember 1994 doch noch zu realisieren, war ein Spendenaufruf an alle Mitglieder und Geschäftsleute (Stadtteil Kaltenmoor und Neu Hagen) ergangen. „Um die Lücke zu schließen, verkaufen wir Bausteine, deren Mindestwert 50 Mark betragen sollte, und rufen Geschäftsleute auf, den Verein durch Spenden zu unterstützen“, appellierte Vorsitzender Otto Ernst Schulz. Des weiteren macht LSV-Vize Joachim Busse deutlich, dass jedes Mitglied aufgerufen sei, sich aktiv am Bau zu beteiligen, um den Neubau schnell fertigzustellen.“

Nach diesem Aufruf ging es stetig voran, am 25. Juni 1994 erfolgte die Grundsteinlegung und am 7. Oktober 1994 das Richtfest. Der Abschied nach 30 Jahren Trennung zwischen den Sportanlagen Kaltenmoor und Sülzwiesen erfolgte Ende 1994, der Umzug nach Neu Hagen war sicherlich mit viel Wehmut verbunden sein. Doch das Gute: Alle haben dann eine neue „Heimat“ und müssen nicht zwischen zwei Sportanlagen pendeln.

Der Sportpark soll mit zwei Großrasenplätzen, einer Trainingsfläche für die Fußballer, einem Kleinspielfeld und dem Neubau des Vereinsheimes ausgestattet werden. Während im unteren Bereich des Heimes die vier Umkleidekabinen, der Geräte- und Versammlungsraum sowie sanitäre Anlagen untergebracht sind, befindet sich im Obergeschoß die Vereinsgeschäftsstelle und Wohnung des Platzwartes. (jb)

Mit dem Neubau des Sportparks an der Schützenstraße geht´s im Mai 1994 zügig voran. Foto: A/jb
Anpacken ist gefragt. LSV-Chef Otto Ernst Schulz hofft auf große Resonanz beim Vereinsneubau. Foto: A/jb
Zimmermeister Horst Salewski (2. v. li.) wünschte beim Richtfest eine glückliche Zukunft. Foto: A/privat
Das frühere LSV-Vereinsheim an den Sülzwiesen. Nach 30 Jahren Trennung zwischen den Sportanlagen Kaltenmoor und Sülzwiesen war Ende 1994 dort Schluss (Aufnahme von 1979). Foto: A/privat