Vom Schwimmfieber gepackt

383.000 Meter beim 3. Event im Waldbad Amelinghausen

Von Jens Burmester

Amelinghausen / Lüneburg. Zweimal hatte der Wettergott das 24-Stunden-Schwimmen der Lüneburger SV fest im Griff, doch bei der dritten Veranstaltung der Schwimm-Abteilung (29. / 30. Juli 2017) zeigte er sich uneinsichtig. Mal Regen, mal Sonne, mal Wind und zur Krönung eine Stunde vor dem „Abpfiff“ noch ein Gewitter. „Wir haben aus dem Wetter das Beste gemacht“, resümierte Abteilungsleiterin Britta Paketuris. Das machte sich auch an der Teilnehmerzahl bemerkbar. Waren es 2016 immerhin 94 Starter, so verzeichnete Auswerter Nico Paketuris in diesem Jahr 14 weniger. „Immerhin können wir im Großen und Ganzen noch zufrieden sein“, so der älteste Sohn der Paketuris.

Unter den Teilnehmern gastierte zum zweiten Mal auch eine Familie aus Nordfriesland, genauer gesagt von der viertgrößten deutschen Insel Sylt. Extra aus Westerland angereist war die Familie Wronna. Sie nahm die etwa 300 Kilometer lange Strecke bis Amelinghausen auf sich und hatte mächtig viel Spaß am 24-Stunden-Schwimmen. Aufmerksam wurde die Friesen-Familie auf die Homepage der Lüneburger SV und einen Anruf bei Britta Paketuris. Da ausgerechnet der Blitz in das Häuschen des Schwimmmeisters „einschlug“, legte dieser den PC mit all den wichtigen Daten, die Nico Paketuris akribisch aufzeichnete, lahm. Glücklicherweise konnten all diese Eingaben „gerettet“ werden. Die geschwommene Gesamtstrecke: 383.000 Meter. Doch nach 24 Stunden Nonstop und den vielen weiteren Stunden der Vorbereitung ist das Familien-Quartett Paketuris völlig erschöpft und benötigt eine ordentliche Mütze Schlaf. Verständlich. Und so waren alle vom Schwimmfieber gepackt.

Auch DJ Steffen Puls aus Karstädt (bei Ludwigslust) heizte mit seiner mobilen Musikanlage mächtig ein, so dass keine Langeweile aufkam. Schwimmmeister Manuel Pfenning unterstützte die LSVer nach besten Kräften, und die fleißigen Helfer aus der LSV-Schwimmsparte mit Silke Gäthke, Janine und Liz Ludwig, Monika und Rüdiger Ludwig, Jessica, Amelie und Sandy Ropella waren unentbehrliche Stützen für das Event. Nicht zu vergessen die Hauptorganistoren mit Britta, Frank, Nico und Marcel Paketuris.

Kaum ist das dritte Event Geschichte, stehen erste Überlegungen für den vierten Act 2018 an. „Definitiv lassen wir uns nicht unterkriegen und werden die vierte Veranstaltung ausrichten“, macht Britta Paketuris schon Hoffnung.

Ergebnisse des 24-Stunden-Schwimmens

geschwommene Gesamtstrecke 383.000 m
geschwommene Nachtstrecke (22.00 Uhr bis 06.00 Uhr)   94.100 m
längste geschwommene Einzelstrecke (weiblich | Sophie Wronna aus Sylt)   27.200 m
längste geschwommene Einzelstrecke (männlich | Jascha Kletke)   17.000 m
ältester weiblicher Teilnehmer (Ingrid Ott-Müller)     1.500 m
ältester männlicher Teilnehmer (Uwe Behne)     4.500 m
jüngste weibliche Teilnehmerin (Dana Rieger)     1.600 m
jüngster männlicher Teilnehmer (Erik Knöffler)        800 m
Gruppenwertung (Platz 3 für die LSV)   41.800 m
Gruppenwertung (Platz 2 aus Sylt mit Teilnehmern mit längster Anfahrt)   52.100 m
Gruppenwertung (Platz 1 Hörpeler aus Bispingen)   70.100 m
Siegerehrung (v. l.): Nico Paketuris, Marcel Paketuris, Liz Ludwig, Nicole Graf mit Tochter Larissa. Foto: frank paketuris
40 Minuten nach dem Startschuß zum 24-Stunden-Schwimmen ziehen bereits einige Teilnehmer im Waldbad Amelinghausen ihre Bahnen. Foto: jb
Das idyllisch gelegene Waldbad Amelinghausen vom Drei-Meter-Sprungbrett gesehen. Foto: jb
Die Organisatoren mit ihren unermüdlichen Helfern (v. l.): Rüdiger Ludwig, Silke Gäthke, Marcel Paketuris, Janine Ludwig, Nico Paketuris, Liz Ludwig, Frank Paketuris, Monika Ludwig, Britta Paketuris, Amelie Ropella, Jessica Ropella, Sandy Ropella. Foto: jb
Blick auf die Bahnenzähler im Waldbad Amelinghausen. Foto: frank paketuris
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