Sieg im dritten Testspiel verschenkt

Kreisligist FC Heidetal bestrafte Nachlässigkeit

Von Jens Burmester

Lüneburg. Aller guten Dinge sind drei – so waren die Planungen des Trainerduos Hüsa Sönmez und Alexander Gauk mit ihrem ersten Fußballherren-Team der Lüneburger SV und den erfahrenen zehn Neuzugängen vor dem Trainingslager in Hitzacker. Zweimal gings gut, der dritte Testspielgegner, Kreisligist FC Heidetal, machte einen Strich durch die Rechnung (13. August 2020).

Während die Lüneburger SV in den ersten 45 Minuten eine absolut souveräne Vorstellung den Zuschauern bot, ging es im zweiten Abschnitt gut 25 Minuten munter weiter, die Gäste waren sichtlich überrascht, zumal die „Hausherrn“ zur Halbzeit durch Tore von Ahmad Alsruji (35.) und Dilkas Sönmez (42.) schon mal den Grundstein für einen erfolgreichen Abend legten. Schiedsrichter Thorsten Spens (SV Karze) leitete die überaus faire und gottlob verletzungsfreie Partie – lediglich eine gelbe Karte musste er ziehen.

Nur neun Minuten nach der Pause knallte Ali Hijazi (54.)  das Leder ins Gehäuse der Heidetaler. So hätte es weitergehen können. Großer Rückhalt war auch LSV-Keeper Pawel Dabrowski, der seinen „Kasten“ sauber hielt und prima Paraden zeigte. Bei allen drei Gegentreffern war der 34-Jährige machtlos, weil die Abwehr ein ums andere Mal strauchelte.

Die LSV-Elf wähnte sich wohl schon in Sicherheit, also wurde ein Gang zurück geschaltet, und das sollte sich „rächen“. Hüsa Sönmez und Alexander Gauk mussten konstatieren, das ihre Jungs plötzlich und unvermittelt einbrachen, ihre Nachlässigkeit wurde durch den Anschlusstreffer zum 3:1 von Joshua Horn (74.) bestraft.

Es schlichen sich auf Seiten der Gastgeber immer mehr unnötige Fehler ein, der FC Heidetal witterte schon Morgenluft und legte eine ordentliche Schippe drauf. Drei Minuten später (77.) traf Simon Wohlers zum 3:2, bevor Kai Benecke neun Minuten vor Spielende den 3:3-Endstand herstellte. „Wir haben den sicher geglaubten Sieg total verspielt“, zeigte sich LSV-Coach Hüsa Sönmez, ansonsten ein Mann der klaren Worte, ein wenig enttäuscht.

Jetzt hat die Mannschaft drei Tage Zeit, im Trainingscamp durchzuatmen und in drei Testspielen zu zeigen, das Heidetal lediglich ein „Ausrutscher“ war.

Betretene Minen beim LSV-Trainerduo Hüsa Sönmez (l.) und Alexander Gauk. Foto: jb
Sowohl die Gäste aus Heidetal (rotes Dress) als auch die LSV zeigten den Zuschauern eine ordentliche Leistung. Im Hintergrund: Ein Teil der neuen Sporthalle Kaltenmoor. Foto: jb
LSVer Admin Pepic (9) wird von dem Heidetaler Marcel Witthöft in die Mangel genommen. Aufmerksamer Beobachter: Hasan Alkhalil (5) Foto: jb
Adel Pepic (17) zieht auf den Heidetaler Keeper voll ab, der souverän den Ball hält. Mit dabei: Marfin Yaku (3), Admin Pepic (9), Dilkas Sönmez (73) sowie die Heidetaler Lars-Henrik Biermann (8), Christopher Helms (11), Simon Kirschstein (14), Anton Frank (20) und Marcel Witthöft (22). Foto: jb
Mehr "Rot" als "Schwarz". Die Nachlässigkeit der LSV macht sich in dieser Szene bereits bemerkbar. Foto: jb
Kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit betreten Marfin Yaku (3), Adel Pepic (17), Dilkas Sönmez (73) und Robert Fribus (99) das Spielfeld. Foto: jb
Früher bei der LSV, heute im roten Heidetal-Dress: Semir Voloder zusammen mit Hasan Kaya und der Frage: Wo geht´s lang ? Foto: jb
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