Mitgliederschwund im „Corona“-Zeitalter

159 KSB-Vereine mit Sorgenfalten

(Quelle: Landeszeitung - Ausgabe vom 16. Februar 2021)

Von Jens Burmester

Lüneburg. Wenn es nicht so läuft wie gewünscht ist ein Schuldiger schnell gefunden. Seit gut einem Jahr das unsichtbare „Corona“-Virus. Insbesondere der Sportbetrieb in Hansestadt und Landkreis Lüneburg leidet enorm unter den massiven Einschränkungen, kurz „Lockdown“ genannt. Für die derzeit 159 Vereine im Kreissportbund Lüneburg (KSB) wird es allmählich eng: Einnahmen brechen weg und Mitgliederschwund stellt die Führungetagen der hiesigen Klubs vor großen Herausforderungen.
Keine einfache Aufgabe angesichts der enormen Belastungen auch im beruflichen und privaten Umfeld. Obwohl viele Vereine sich Konzepte erarbeiteten, wie man die Mitglieder bei Laune halten kann, fruchtete es nicht immer wie erwartet. Seitens der Dachorganisation des Sports hofft man mit baldigen, behutsamen Lockerungen, um den brachliegenden Vereinssport wieder in die Spur zu helfen.

In der nebenstehenden Grafik über den Mitgliederbestand (Stichtag: 1. Januar 2021) von 60 aufgelisteten Vereinen rangiert die Lüneburger SV (LSV) auf Rang 31. Der derzeit achtgrößte Stadtverein musste erstmals seit dem Umzug von den Sülzwiesen an die Schützenstraße vor 26 Jahren einen Rückgang von 24 Aktiven verzeichnen, da sind andere Klubs im KSB weitaus schlechter gestellt. „Es ist schon schmerzlich, wenn wir Mitglieder verlieren, umso schwerer, neue in Zeiten von Corona zu generieren. Aber im großen und ganzen haben wir noch keine Existenzängste. Das kann sich aber schnell ändern, was wir aber nicht hoffen wollen“, macht LSV-Chef Sebastian Paepke deutlich.

 

So war´s im Juni 2020: Treffpunkt im Kurpark der Hansestadt: Die 18 Teilnehmer freuen sich zusammen mit Dennis Lauterschlag (vorne r.), Laufabteilungsleiter der LSV, Wann kommen sie wieder zusammen ? Foto: A/jb
(Quelle: Landeszeitung - Ausgabe vom 16. Februar 2021)
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