Grünes Licht für Laufbahn

Von Jens Burmester

Lüneburg. Einer Erweiterung der Laufbahn mit vier Bahnen auf 400 Meter steht nichts mehr im Wege. Einstimmig votierten die 12 anwesenden Mitglieder des Sportausschusses im Rat der Hansestadt Lüneburg auf ihrer jüngsten Sitzung das Projekt „Sanierung und Erweiterung der Laufbahn Sportanlage Kaltenmoor“ auf dem Vereinsgelände der Lüneburger SV umzusetzen (6. Juni 2019). Die drei angrenzenden Schulen (IGS Kaltenmoor, Anne-Frank-Schule und Johanneum [Theodor-Heuß-Straße] | rund 3.000 Schüler) befürworteten seinerzeit eine genormte Laufbahn, nachdem der Verein im Oktober 2018 eine Anfrage wegen der Renovierung der Tartanbahn an die Stadtverwaltung stellte. Philipp Meyn (SPD) betonte, mit vier Bahnen sei eine ganz andere Auslastungsmöglichkeit gegeben. Lediglich Michèl Pauly (Die Linke) favorisierte eine Lösung mit drei umlaufenden Bahnen. Doch diese Vorstellung fand bei den verbleibenden Fraktionen kein Gehör.

Gleichzeitig wird die Grundinstandsetzung des Naturasens auf dem A-Platz inklusive der Herstellung einer Beregnungsanlage vorgenommen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf derzeit rund 700.000 Euro. Der vorgesehene Finanzierungsplan läuft über das Landesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Die Hansestadt Lüneburg trägt mit 60 Prozent (423.600,00 €) den Löwenanteil, die verbleibenden 40 Prozent (282.400,00 €) sind Zuschüsse. Im Investitionshaushalt 2019 der Hansestadt sind für die Sanierung der Laufbahn 200.000,00 € bei gleichzeitiger Gegenfinanzierung durch die Kreisschulbaukasse in Höhe von rund 100.000,00 € vorgesehen.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge skizzierte den Lokalparlamentariern den aktuellen Sachstand. „Vor eineinhalb Jahren haben wir gesagt, dass die Laufbahn erneuert werden soll“, so das dienstälteste Stadtoberhaupt Lüneburgs. Mit der Sanierung soll aller Voraussicht nach 2020 begonnen werden.
Martin Thulke, zuständig für den Sportfachbereich an der IGS Kaltenmoor, machte den Ausschussmitgliedern deutlich, dass kürzlich unter katastrophalen Zuständen auf dem Areal das Sportabitur durchgepeitscht wurde. „Der Platz ist derzeit nicht nutzbar. Nur gut, dass sich das in absehbarer Zeit ändert.“ Auch Dörte Jahr von der Landesschulbehörde appellierte an das Gremium, sich für die vier umlaufenden Bahnen zu entscheiden. „Alles andere wäre nicht vertretbar“ und ergänzte: „Es gibt einen Erlass des niedersächsischen Kultusministeriums, dass für Schulveranstaltungen gewisse Vorgaben zu erfüllen seien.“

Mit einer genormten Bahn wie beispielsweise beim MTV Treubund Lüneburg profitiert nicht nur der Schulsport (Bundesjugendspiele, Sportabitur), letztendlich wird die vor zehn Jahren ins Leben gerufene Laufabteilung der Lüneburger SV ein besseres Angebot im Breiten- und Leistungssport anbieten können.

Ein Teil der sanierungsbedürftigen Laufbahn (Tartanbahn) auf dem Vereinsgelände der LSV. Foto: jb
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