Ein kampfbetontes Spiel auf Augenhöhe

Am dritten Advent 2025 rollte letztmalig das runde Leder des Bezirksligist Lüneburger SV beim Auswärtsspiel gegen den SV Küsten. Dann kam die „Winterpause“. Jetzt, knapp ein Vierteljahr später, trafen die Gäste aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg wiederum auf den Integrationsverein bei deren erster Heimpartie in diesem Jahr (1. März 2026). Nach dem 3:3-Unentschieden im Dezember war die Elf von Cheftrainer Konstantin „Balla“ Balkowski und seine Co-Trainer Fußballobmann Marfin Yaku und Artur Merkosyan gewarnt. Mit Küsten ist nicht zu spaßen, die sind brandgefährlich. Gut vorbereitet gingen die Jungs ohne den aus beruflichen Gründen verhinderten Chefcoach auf dem sog. „A-Platz“ des Vereinsgeländes in die Partie.

Über 90 Minuten war es ein recht ausgeglichenes und kampfbetontes Spiel. Leider musste Co-Trainer Marfin Yaku als Regisseur an der Außenlinie zum Bedauern feststellen, dass seine Kicker einige Möglichkeiten verspielten. Wie so oft in den vergangenen Begegnungen geisterte das Wort Chancenverwertung in den Köpfen der LSV-Akteure. „Wir hätten in der ersten Halbzeit 2:0 oder 3:0 führen müssen“, stellte Marfin Yaku fest. Von den vier Neuzugängen standen drei auf dem Platz: Sekander Rasul, Sami Mohamad und Patrick Nwanikum Mbah. Letztgenannter zeigte seine spielerischen Qualitäten und brachte die „Hausherrn“ bereits in der fünften Spielminute nach einem herrlichen Sololauf und platzierten Schuss mit 1:0 in Führung. Dieses Ergebnis war nach 45 Minuten auch der Halbzeitstand.

Nach dem Schiedsrichter Yannick-Fynn Blattner (TSV Wiepenkathen | Stadtteil von Stade) die zweite Halbzeit einläutete, war den Gastgebern klar, dass die Spieler aus dem rund 65 Kilometer entfernten Küsten alles in die Wagschale legen. Und so setzten die Gäste die Heimmannschaft mächtig unter Druck. „Dennoch sind wir stabil geblieben und gaben alles“, so Marfin Yaku. Nach dem Ausgleichstreffer per Kopfball durch Küstens Kapitän André Reinhardt (66.) war wieder alles offen. Doch acht Minuten später ging die LSV durch ein Eigentor von Björn Fuhrmann (SV Küsten) mit 2:1 in Führung. Dieses Resultat war auch der Endstand. Welch´ ein Jubel. Allerdings begann jetzt eine wahre Abwehrschlacht bis zum Schlusspfiff. „Wir konnten unsere Führung über die Zeit retten. Es war ein Spiel auf Augenhöhe aber auch ein zähes Spiel über 90 Minuten, da die Platzverhältnisse nicht optimal waren, bedingt durch den heftigen Wintereinbruch vor kurzem“, machte LSV-Fußballobmann Marfin Yaku deutlich. Derzeit belegen die Ballfreunde des Integrationsvereins in der Tabelle der Bezirksliga Lüneburg 1 einen hervorragenden vierten Platz (Torverhältnis: 28:19 | 32 Punkte).

Bereits am kommenden Donnerstag, 5. März, erfolgt die nächste Heimpartie um 19.30 Uhr. Zu Gast ist die SV Scharnebeck. Danach geht es drei Tage später (8. März) zum Tabellendreizehnten TSV Gellersen (15.00 Uhr). (jb)

Patrick Nwanikum Mbah Foto: jb
Mächtig was los im Strafraum des SV Küsten (rotes Trikot). Deren Keeper Lasse Gleitze muss sich strecken um einen Treffer zu verhindern. Foto: jb
LSV-Stürmer Patrick Nwanikum Mbah (Nr. 95) läuft im Eiltempo auf Küstens Torwart Lasse Gleitze zu. Foto: jb
Beide Teams (LSV: Schwarzes Trikot) in Spiellaune vor einer ballfreudigen Zuschauerkulisse. Foto: jb
LSV-Angreifer Admin Pepic (schwarzes Trikot) im Zweikampf mit Küstens Kapitän André Reinhardt. Foto: jb
Die LSV-Kicker Admin Pepic (Nr. 9), Oleg Lich (Nr. 69), Martin Yaku (Nr. 6) und Merlin Witthöft (Nr. 31 | v. l.) verfolgen aufmerksam das Spielgeschehen. Foto: jb
Lazar Jan Eduard Puhl (Nr. 7) vom SV Küsten auf dem Weg zum LSV-Gehäuse. Mit dabei: Pascal Eggert (Nr. 92), Neuzugang Sami Mohamad (Nr. 22), LSV-Keeper Eser Sahin, Martin Yaku (2. v. l.) und Karl-Ole Schell (vor Puhl). Foto: jb