1945 – Vom Neuanfang der FSL

Nachdem am 8. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende war, rückten in Lüneburg bereits am 18. April 1945 britische Truppen ein. Zunächst wurden erst einmal alle Sportplätze von der britischen Armee beschlagnahmt. Nachdem der durch den Krieg stark eingeschränkte Spielbetrieb zum Ende des Krieges eingestellt wurde, erwachte schon wenige Monate später das Bedürfnis nach einem Neuanfang, insbesondere auch bei der Freien Sportvereinigung Lüneburg (FSL), die 12 Verbotsjahre hinter sich hatte. Am 18. August 1945 tagte in der Gastwirtschaft von Karl Illert (Schröderstr. 4 / 5) die erste Eröffnungsversammlung.

Der erste Tagesordnungspunkt war der Bericht des Vorstandes von 1933. Den Vorsitz des Vereins übernahm Adolf („Adi“) Röber, sein Stellvertreter (2. Vorsitzender) wurde Richard Behrends. Begonnen wurde mit je zwei Herren- und Jugendmannschaften. Bald zählte der Verein mehr als 500 Mitglieder.

Weitere Mitgliederversammlungen fanden im November und Dezember 1945 in der Aula der Berufsschule statt. Von der ATL wurde versucht, die Arbeitervereine wieder von den anderen Vereinen zu trennen. Diesen Weg wollten die Fußballer aber nicht mitgehen. Sie strebten ein Miteinander mit allen anderen Fußballvereinen an. Zu den Spielern der ersten Stunde zählten u. a. Tietze, Waidacher, Taube, Erdmann, Bylawni, Steeger und Trainer Albert Wilke.

Gastwirtschaft von Karl Illert. Foto: nh
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