1926 – 1933 Hagener Sportverein (HSV): Von der Gründung bis zum Übertritt zur ATL und Verbot

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Am 2. Juni 1926 kam es zur Gründung des Hagener Sportvereins (HSV), deren Gründungsmitglieder Heinrich Witt, W. Röber, Johannes Nolte, Walter Nolte, Willi Möller, Willi Rieken, Fritz Pfeng, Hermann Lüdemann und Hermann Ost waren. Der Verein gehörte dem ATSB mit Sitz in Leipzig an. Der erste Vorstand setzte sich aus Heinrich Witt und Willi Möller zusammen. Der Vereinsbeitrag betrug 0,20 RM (Reichsmark) pro Monat. Der Sportplatz befand sich gegenüber dem Gasthaus Johannes Nolte (Dahlenburger Landstr. 102). Die Vereinskluft war schwarze Hose und weißes Hemd. Ein Höhepunkt der jährlichen Fußballspiele war immer die Begegnung gegen die FSL. Der erste Sportlerball fand am 4. Dezember 1926 beim Gastwirt Nolte statt.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Deutschen Reich wurden in den Monaten Februar und Mai 1933 alle Arbeiter-Sportvereine verboten. Davon war auch der HSV betroffen. Die letzten Vorstandsmitglieder waren Heinrich Witt, Walter Wolter und Friedrich Jarchow. Dem Verein wurde anheim gestellt, sich dem neuen Sportkartell anzuschließen, was aber damals in der letzten Versammlung durch Beschluss abgelehnt wurde. Somit wurde dann der Verein aufgelöst. Der Mitgliederbestand betrug bis zum letzten Tag 120. Ein Kassenbestand von 120 RM war vorhanden. Den schickte Walter Nolte nach Leipzig zum ATSB. Die Hauptbücher sowie Pässe hatte Heinrich Witt in Empfang genommen. Die Sportgeräte wurden dem Lehrer Meyer von der Volksschule Hagen übergeben. Ein Teil der Ausführungen über den HSV in der Zeit von 1926 bis 1933 ist einem Schreiben vom 16. März 1951 von Walter Nolte, Wittenberge / Elbe, Bergstraße 52, entnommen. Walter Nolte erwähnte dabei nicht den Übertritt des HSV zur ATL.

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