Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein

Das erste Pflichtspiel in der vierten Bezirksliga-Saison für die 1. Fußballherrenmannschaft der Lüneburger SV (LSV) gegen SV Rosche fühlte sich nach den Worten ihres Coaches Konstantin „Balla“ Balkowski wie eine Niederlage an. Doch das Wort Niederlage wurde im zweiten Spiel der noch recht jungen Saison jetzt Wahrheit. Vor heimischer Kulisse bei bestem Wetter kassierten die Gastgeber gegen den „Nachbarn“ TSV Adendorf eine herbe 1:2 (1:1)-Pleite (17. August 2025). Eine Fußballweisheit sagt: Wenn Torchancen nicht verwertet werden, darf man sich nicht wundern, wenn man sich hinten einen einfängt.“ Oder: „Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein.“ Damit wäre im großen und ganzen die Spielanalyse gegen den „Nachbarn“ TSV Adendorf gesagt. Die 90 Minuten waren keine Partie auf Bezirksliga-Niveau, die Akteure aus der größten Gemeinde des Landkreises Lüneburg hatten leichte Vorteile, aber überzeugend sieht anders aus. Wie gegen SV Rosche stand die Vierer-Abwehrkette gegen den TSV Adendorf gut, die läuferischen Qualitäten des Integrationsverein waren unübersehbar, nur im Abschluss hakte es gewaltig. Niklas Breese brachte die Gäste in der 18. Spielminute in Führung, 24 Minuten später glich Adel Pepic zum 1:1 aus, der auch gleichzeitig der Halbzeitstand war. In der 59. Spielminute brach bei Abwehrspieler Jan-Hendrik Weißbach im wahrsten Sinne des Wortes eine Welt zusammen, als der TSV den Ball wuchtig in den Strafraum spielte und er dazwischen grätschte jedoch das Leder unglücklich ins eigene Tor beförderte und somit die Adendorfer zum Jubeln verhalf. Schiedsrichter Fabian Leddin (MTV Gerdau | Samtgemeinde Suderburg) hatte die Partie jederzeit unter Kontrolle.

„Mir fehlen die Worte. Gut, dass wir noch leben. Keiner kann sagen, TSV war gut. Das haben wir uns selber zuzuschreiben. Den Fight annehmen und nicht sabbeln. Wenn wir uns zerfleischen, bringt das nichts. Der Abstiegskampf hat begonnen. Die Niederlage ist bitter. Wir treffen die falschen Entscheidungen zum falschen Zeitpunkt“, machte Trainer Konstantin „Balla“ Balkowski deutlich. Und ausgerechnet der Landesliga-Absteiger TSV Bardowick empfängt am Sonntag, 24. August, um 17.00 Uhr die LSV-Elf auf dem Heinrich-Langeloh-Platz im Domstadt-Stadion. „Gegen Bardowick müssen wir kompakt stehen. Die sind in der Abwehr nicht standhaft genug“, betonte „Balla“ und nahm auch kein Blatt vor dem Mund: „Mit Bardowick, Römstedt, Gellersen kommen gute Gegner“. Gleichzeitig erwartet Coach „Balla“ Balkowski für nächste Woche, dass alle beim Training am Mittwoch und Freitag auflaufen. „Ihr seid in der Pflicht, dass wir uns präsentieren“, so der LSV-Coach. (jb)

 

Niklas Breese (zwischen Torwart Eser Sahin und Adel Pepic Nr. 21) jubelt zum Führungstreffer in der 18. Spielminute. Jan-Hendrik Weißbach, Martin Yaku, Oleg Lich (Nr. 69 | li.) und Artur Merkosyan (Nr. 4) sind erschüttert. Foto: jb
Adel Pepic glich zum 1:1 (42.) aus. Foto: jb
Coach "Balla" Balkowski (r.) und Co-Trainer Marfin Yaku haben das Spiel fest im Blick. Foto: jb
Die Fans sahen kein hochklassiges Spiel, sicherlich machten auch die schweißtreibenden Temperaturen zu schaffen (LSV: Schwarzes Trikot). Foto: jb
TSV-Akteur Ben Peuker (Nr. 18) und seine Kameraden Kristian Krieger (Nr. 21) und Nico Kliche (Nr. 23) haben das LSV-Gehäuse im Visier. Adel Pepic (Nr. 21), Jan-Hendrik Weißbach (Nr. 8) und Artur Merkosyan (Nr. 4) versuchen schlimmeres zu verhindern. Foto: jb
Hakki Celik (l.) und Martin Yaku (am Ball) verteidigen das Leder vor einem TSV-Spieler. Foto: jb
LSV-Roadrunner Pascal Eggert (Nr. 92) sorgte mit seiner Schnelligkeit beim TSV Adendorf (weißes Trikot) für Wirbel.Mit dabei Martin Yaku (r.), Hakki Celik (3. v. r.), Artur Merkosyan (M.) und Merlin Witthöft (hinten li.). Foto: jb
Hakki Celik (am Ball) und Oleg Lich (mit Glatze) im Laufmodus (links [Nr. 7]: Niklas Leppek). Foto: jb
TSV-Keeper Tim Bauermeister (blaues Trikot) wuchtet das Leder über´s Tor. Admin Pepic (vor dem Keeper), Pascal Eggert (Nr. 92) und Oleg Lich (r. mit Glatze) können es nicht fassen. Aufmerksamer Beobachter: Schiedsrichter Fabian Leddin (vorne). Foto: jb