Verantwortung und Unterstützung wichtig

Die Sportplatzsanierung ist aktuell das bestimmende Thema in der Vorstandsetage des Integrationsvereins Lüneburger SV. Da die Hansestadt Lüneburg Eigentümer des Areals ist, steht es für die Vorständler außer Frage, sich intensiv mit einzubringen. Vorsitzender Enis Karahan erwartet seitens der städtischen Behörde die LSV weiterhin aktiv mit einzubeziehen und sieht es auch als selbstverständlich eigene Vorstellungen und Visionen zu formulieren (siehe nachfolgende Auflistung). Denn die LSV ist nicht nur der einzige Klub zwischen dem größten Stadtteil Kaltenmoor mit rund 10.000 Einwohnern aus etwa 80 Nationen und einem weiteren Stadtteil Neu Hagen. Der Verein liegt auch zwischen je zwei Kindertagesstätten (Kitas) und Schulen. „Wir haben damit einen klaren Auftrag, ein breites und niedrigschwelliges Sportangebot zu schaffen – nicht nur Fußball. Wir müssen uns ganzheitlich aufstellen und die Stadt sollte erkennen, dass wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, aber dafür Unterstützung benötigen. Das Ziel ist nachhaltige Entwicklung des Sportstandortes Kaltenmoor“, machte der 1. Vorsitzende Enis Karahan deutlich. (jb)

1. Platzunterhaltung

Der Verein verfügt mit dem A‑Platz und der 400‑m‑Bahn über eine hochwertige Anlage, deren Unterhaltung jedoch derzeit nicht optimal gewährleistet ist. Um die Pflege dauerhaft sicherzustellen, wäre perspektivisch ein Zuschuss für Personalkosten notwendig.

  • A‑Platz + 400-m-Bahn: Ca. 10–15 Stunden/Woche → rund 1.000 € pro Monat
  • B‑ und C‑Platz (nach Fertigstellung): Zusätzlich ca. 10 Stunden/Woche
  • Gesamtbedarf Personal: Ca. 2.000 € pro Monat inkl. Nebenkosten
  • Material- und Betriebskosten: Ca. 15.000 € / Jahr pro Platz (Sand, Rasenpflege, Kreide, Geräte etc.) | kleinere Reparaturen und Wartung nicht berücksichtigt

→ Gesamtkosten Platzunterhaltung: Ca. 66.000 € / Jahr

1.1 Kostenübersicht der Sportanlage (laufende Kosten)

Platzpflege und Betriebskosten: 15.473 € | Platzmieten: 7.672 € | gesamt: 23.145 € / Jahr
„Wir zahlen für unsere eigene Anlage und für fremde Plätze“, betont Enis Karahan.

2. Optische Aufwertung und Instandhaltung

  • Garagen müssen neu gestrichen werden, um den ersten Eindruck der Anlage zu verbessern.
  • Das Zugangshäuschen sollte entweder abgerissen oder deutlich verschönert werden.
  • Der Müll hinter den Garagen muss entfernt werden.
  • Auch die Container müssen perspektivisch saniert werden.

Zur Containerfrage: Die Ständerwerke sind grundsätzlich nutzbar, allerdings gibt es offiziell kein Wasser / Abwasser, was eine Erschließung teuer macht.

  • Sanierung Container: Ca. 100.000 €
  • Abriss: Ca. 40.000 €
  • Neubau (frühere Planung vorhanden): Heute ca. 600.000 €

Früher oder später müssen wir dieses Thema angehen – und sollten es der Stadt gegenüber klar benennen.

3. Weitere Investitionen

  • Kletteranlage (bereits beschafft, aber wegen Baustraße nicht aufgebaut): Ca. 6.000 €
  • Flutlicht für B‑, C‑ und D‑Platz: Ca. 120.000 €
  • Sanierung des Turms: Ca. 30.000 €
  • Stehtraverse mit Sitzmöglichkeiten: Ca. 80.000 €
  • Zaun um das Vereinsgelände ausbessern und aktivieren: Ca. 30.000 €

4. Langfristige Vision: Leichtbauhalle

Eine Leichtbauhalle für Sportangebote – z. B. auf dem D‑Platz oder dem Parkplatz hinter dem Vereinsheim – wäre ein großer Gewinn. Der TuS Erbstorf hatte hierzu einmal eine Planung mit rund 1.000.000 € (heute eher höher).

5. Vereinsheim

Die Kosten sind schwer einzuschätzen, aber realistisch muss man mit rund 200.000 € rechnen (Dach, Bäder, Heizung, Wohnung, Sanierung allgemein).

Das Vereinsheim (Ostseite) mit der Trafostation der E.ON-Avacon. Langfristige Vision: Dort den Bau einer Leichtbauhalle ermöglichen. Foto: jb
Die Sanierung des Turms über dem Verkaufsstand sollte eine zusätzliche Option sein. Foto: jb
Derzeit ein Schandfleck auf dem Klubgelände: Der "weiße Container" müsste ebenfalls saniert werden. Foto: jb
Eine weitere Investition wäre u. a. Flutlicht für den sog. "Käfigplatz". Foto: jb
Frische Farbe für die beiden Garagen und das Entfernen des Mülls würden ein sichtlich besseren Eindruck hinterlassen. Foto: jb
Die Stehtraverse momentan: Sie müsse erneuert und mit genügend Sitzmöglichkeiten versehen werden. Foto: jb