Von Jens Burmester
Er ist total „ringerverrückt“ wie er selbst einmal sagte. Sein Herzblut schlägt für diese Kampfsportart. Kein Wunder, denn Musa Bisultanov von der Lüneburger SV zeigte in der Disziplin Freistil wer Herr der Matte ist. Nach 2014, 2015, 2016, 2018, 2022, 2023 und 2024 heimste er bei den German Masters im Rostocker Ortsteil Warnemünde den achten Deutschen Meistertitel ein (15. und 16. Mai 2026). „Herzlichen Glückwunsch Musa zu deiner herausragenden sportlichen um nicht zu sagen grandiosen Leistung. Der Vorstand und die Mitglieder sind stolz, einen Deutschen Meister in unseren Reihen zu haben. Respekt vor deinem Engagement und Einsatz“, lobte LSV-Vereinsvorsitzender Enis Karahan den 53-jährigen Trainer der Ringerabteilung. Der gebürtige Tschetschene belegte im Freistil-Finale Platz eins in der Gewichtsklasse bis 88 Kilogramm durch einen 5:2-Sieg gegen Robert Scheffert (ASV Germania Freiburg). Im griechisch-römischen Stil (Gewichtsklasse: 88 kg) ging Musa Bisultanov als Vizemeister hervor und musste lediglich im Showdown Benedek Vojtech (StTV Singen-Ringen) den Vortritt lassen.
Total happy stand er später auf dem Siegertreppchen und nahm würdevoll Urkunde und Medaillen entgegen. „Ich bin glücklich über meinen achten Titel und war hochmotiviert zu gewinnen. Das ist im Freistil wieder gelungen. Im griechisch-römischen Stil bin ich zufrieden. Mich füllt die Sportart komplett aus. Schließlich stehe ich seit mehr als 35 Jahren auf der Matte“, machte Musa Bisultanov deutlich, der nunmehr 22 Jahre dem Integrationsverein angehört und seit dem Tod von Cheftrainer Wladimir Chudjakow vor sechs Jahren als Coach agiert. Etwa 270 Athleten starteten bei den German Masters in den beiden Disziplinen.

