Julia Moysich lief allen davon

Das LSV-Trio mit Julia Moysich, Marie Trenkel und Lisa Zacharias (v. l.). Die drei Frauen wurden zum späteren Zeitpunkt noch ausgezeichnet. Foto: lauterschlag
Frank Reimann (M.) und LSV-Aktiver Torsten Heitmann (neben Reimann) bei der Siegerehrung. Foto: lauterschlag

Von Jannik Schütt

1650 Athleten gaben sich beim Lüneburger Stadtlauf „Run for Help“ die Klinke in die Hand (1. Juni 2012). Und die LSV-Laufsparte glänzte dabei mit ihrer Vorzeigeläuferin Julia Moysich. Die 22-jährige war die schnellste Läuferin (33:33 Min.) bei diesem Lauf zugunsten der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG). Nicht nur Moysich stand auf dem Treppchen, Platz zwei ging an Marie Trenkel (33:56 Min.) und Lisa Zacharias (37:19 Min.) heimste Bronze ein. Somit landeten drei LSVerinnen auf den Plätzen eins, zwei und drei.

Während Julia vorne allein lief, war Dennis Lauterschlag für Marie Trenkel am Tempomachen, und fast wären die beiden noch herangekommen, doch durch eine Tempoverschärfung konnte sich Moysich wieder absetzen. Lisa hatte im Ziel einen Vorsprung von zehn Sekunden auf die Viertplatzierte, musste sich dafür aber nicht sonderlich groß anstrengen. Madeleine Ulbrich belegte mit 39:36 Minuten einen starken zehnten Platz, Polina Bondarenko kam mit 40:29 Minuten auf den 12. Rang.

Bei den Mädchen siegte Jennifer Werner über die 800 m (2:34 Min.) und hatte dabei elf Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte.

Extra angereist, um den späteren Sieger Frank Reimann zu schlagen: Torsten Heitmann wurde Zweiter (28:14 Min.). Auf der Strecke waren es die Waden die schmerzten und ihn um den Sieg brachten, wobei Fynn Timm (3. / 28:20 Min.) wohl noch schneller gekonnt hätte, so aber auf den Sieg verzichtete und einen Tag später Landesmeister über 3.000 Meter wurde.

Die zweitbeste Platzierung der LSV-Männerdomäne erreichte Dennis Ulbrich als Sechster in einer Zeit von 29:24 Minuten. Damit konnte er seine starke Form bestätigen. LSV-Überflieger Jurek Odenbach belegte den achten Platz (31:38 Min.). Diese Zeit reichte gerade so um seine Altersklasse (U 16) zu gewinnen.

Nach 200 m noch auf Platz vier gelegen, durchquerte Dennis Lauterschlag als Zugpferd für Marie Trenkel als 27. das Ziel (33:55 Min.).

Zusammen mit Jannik Schütt (27. / 34:02 Min.) hatte Lauterschlag mal einen anderen Rennverlauf gewählt. Die ersten zwei Kilometer wurde gebummelt, der Dritte dafür „gebolzt“. Während Jannik dann bei Felix Christensen blieb und diesen nach vorn brachte, machte sich Dennis auf, um Marie ins Ziel zu führen.

Der (noch) Helmstedter, aber LSV-Mittrainierende Daniel Kruse wurde mit 34:16 Minuten 34.. Direkt dahinter kam Wolf Groß (LSV) ins Ziel (34:28 Min.).

Martin Hartwig erreichte als 41. in einer Zeit von 34:48 Minuten die Ziellinie und konnte sich auf den letzten Kilometern noch entscheidend von Felix Christensen (52. / 35:07 Min.) absetzen, als dieser bei etwa Kilometer sechs zu ihm aufgelaufen war. Abteilungsleiter Dennis Lauterschlag: „Damit erreichten alle männlichen LSV-Starter eine Platzierung unter den ersten zehn Prozent der 564 männlichen Starter. Und: Damit waren auch die LSV-Damen alle unter den besten drei Prozent der 411 gestarteten Frauen.“

Besonderes Vorkommnis: Als es dann zur Siegerehrung kam, mussten die Männer zuerst geehrt werden, da Marie Trenkel und Lisa Zacharias nocht nicht da waren. Der Stadionsprecher rief die beiden mehrfach aus und schickte schließlich Dennis Lauterschlag in die Damenumkleide, um sie aus der Dusche zu holen. Pech für Dennis: Marie und Lisa waren nicht mehr zu sehen, sondern saßen bereits im Auto und hörten logischerweise die Aufrufe nicht mehr.

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