Jeder Meter zählte für hilfsbedürftige Menschen

7. Lüneburger 24-Stunden-Schwimmen: 816 Teilnehmer – Neele, Florian und Tim waren die besten LSVer

jb Lüneburg. Mehr als 4,45 Millionen „Hartz IV“-Empfänger zwischen 15 und der Rentenaltersgrenze gab es im Juni 2013. Fast die Hälfte von ihnen ist seit etwa vier Jahren von Leistungen aus der Grundsicherung abhängig. Eine traurige Bilanz in einem Wohlstandsland wie Deutschland. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, das private Geldvermögen sei 2013 um rund acht Prozent gestiegen: Kurzum: 400.000 Millionäre gibt es in Deutschland. Nur so viel zum Thema „Armut in Deutschland“.

Und so zeigte das SaLü als Veranstalter des inzwischen 7. Lüneburger 24-Stunden-Schwimmen (11. und 12. Januar 2014) in Zusammenarbeit mit dem „Guten Nachbarn“ ein Herz für hilfsbedürftige Menschen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg. Ob Firmen, Vereine oder Schulen, jeder konnte im Sportbad Lüneburg ins Wasser springen und einen Beitrag leisten. Die an dieser Schwimm-Aktion beteiligten Firmen spendeten pro geschwommene 100 Meter zehn Cent für den „Guten Nachbarn“, einer Hilfsorganisation der fünf Lüneburger Wohlfahrtsverbände und der örtlichen Landeszeitung, die somit unverschuldet in Not geratenen Mitbürgern unter die Arme greift. Auch die LSV-Schwimmsparte war gut vorbereitet und mischte kräftig mit. Zum einen waren etwa 50 Aktive im nassen Element, Schwimm-Abteilungsleiterin Britta Paketuris hatte als eine von fünf Bahnschreibern alle Hände voll zu tun, ihre Söhne Nico (Anmeldestelle) und Marcel (Bahnschreiber) halfen tatkräftig mit. 816 Teilnehmer schwammen eine Gesamtstrecke von 2.046 km. Für den „Guten Nachbarn“ kamen somit insgesamt 3.091,92 € zusammen. Die LSV-Aktiven Dominik und Oliver Fraas schafften je 42.450 Meter (Platz eins), Ben Strätz (22.800 m) kam auf den zweiten Rang, und Jaqueline Bungert wurde Dritte mit 21.100 m. Die drei besten LSV-Schwimmer waren Neele Wiesmann (16.000 m), Florian Tietz (10.100 m) und Tim Wolff (8.350 m).

Claudia Bitti, SaLü-Marketingmanagerin, die 2006 federführend dieses Schwimm-Event ins Leben rief, machte deutlich, dass neben der Hilfe für andere, alle Teilnehmer noch selbst etwas gewinnen konnten: „Diejenigen, die die längsten Strecken schwammen, bekamen beispielsweise Eintrittsgutscheine für das Sportbad Lüneburg oder Freibad Hagen.“

Wer diesmal nicht dabei sein konnte, der hat im Wonnemonat Mai wieder Gelegenheit dazu: Denn am 24. und 25. Mai (15.00 bis 15.00 Uhr) findet das nächste 24-Stunden-Schwimmen statt, diesmal geht´s an die frische Luft ins Freibad Hagen. Ausrichter ist diesmal die Schwimmabteilung der Lüneburger SV.

Volles Becken im Sportbad. Die Resonanz beim 24-Stunden-Schwimmen ist enorm. Foto: jb
Nico Paketuris (rotes T-Shirt) nimmt per Laptop die Anmeldungen entgegen. "Schlangestehen" ist vorprogrammiert. Doch alle warten geduldig. Foto: jb
Nur nicht den Überblick verlieren. Britta Paketuris beim "Abhaken" der geschwommenen Meter auf den Starterkarten. Foto: jb
Im Sportbad herrscht beim 24-Stunden-Schwimmen reger Betrieb. Foto: jb
Auf der "Kraulbahn" wird es manchmal eng. Foto: jb
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