Große Trauer um Heinz Banach

2017 wurde Heinz Banach (r.) 85 Jahre: Blumen und eine Karte für das Geburtstagskind bekam er von Spartenleiter Jens Burmester. Foto: A/privat
Vereinsmeisterschaft 2009: Platz 1 im Doppel für Heinz Banach (l.) und Holger Trumann in der ehemaligen Einfeldsporthalle in Hagen. Foto: A/jb

Von Jens Burmester

41 Jahre gehörte Heinz Banach der Tischtennis-Abteilung der Lüneburger SV an. Viele sportliche Erfolge begleiteten den gradlinigen und aufrichtigen Sportkamerad. Nun hat sein Herz aufgehört zu schlagen. Am Sonnabendmorgen (27. April 2024) verstarb das älteste Mitglied im Alter von 91 Jahren an einer Lungenentzündung im Krankenhaus Dannenberg. Seit einem Jahr war er aufgrund einer fortschreitenden Demenz in einem Alten- und Pflegeheim in Zernien (Landkreis Lüchow-Dannenberg) untergebracht. Die Tischtenniskameraden sprechen hiermit der Enkelin Jennifer Banach und ihrer Familie unser aufrichtiges Beileid zum Tod von Heinz aus. „Heinz war ein stets fairer, bodenständiger Sportkamerad, ehrlich vom Scheitel bis zur Sohle, immer hilfsbereit, voller Elan und Freude am Ballsport. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren und ihn respektvoll in Erinnerung behalten“, betonte Abteilungsleiter Jens Burmester.

Mit 50 Jahren, also im besten Tischtennisalter, gab der gebürtige Königsberger im heutigen Integrationsverein, sein Debüt (1982). Der ehemalige Bundesbahnbeamte, zuletzt in der Gepäckabfertigung am Lüneburger Bahnhof beschäftigt, hatte 1950 den ersten Kontakt mit dem Tischtennisschläger. Er lebte von 1955 bis 1963 im Rheinland, in dieser Zeit konnte Heinz Banach aus beruflichen Gründen nicht spielen. Von 1963 bis 1972 zog es ihn in das nördlichste deutsche Bundesland, Richtung Schleswig-Holstein, genauer gesagt nach Neustadt in Holstein. Dort nahm er das Tischtennisspielen wieder auf. Auch seine vor einem Jahr verstorbene Frau Anneliese war dem Tischtennissport verbunden. Sie war u. a. beim ESV Lüneburg aktiv. Mit der Tischtennis-Ikone Doris Diekmann pflegte sie eine prima Freundschaft. 1972 wurde er beruflich nach Lüneburg versetzt. Bei der ersten Vereinsmeisterschaft am 28. November 1982  belegte er mit seinem damaligen Klubkameraden Ernst Hering im Doppel den dritten Rang. Besonders der Aufstieg des 2. Herrenteams im April vor 21 Jahren in die 1. Kreisklasse blieb haften. Heinz war einer der Wegbereiter für diesen Erfolg mit tatkräftiger Unterstützung von Markus und dem inzwischen verstorbenen Peter Wagner sowie Jens Burmester.

In der Saison 2011 / 2012 stand Heinz Banach ebenfalls im Rampenlicht: Der Aufstieg der 3. Herrenmannschaft (Meister) in die 2. Kreisklasse. Mit von der Partie waren seinerzeit Martina Petersen, Christian Scholz, Steaven Jenner und Jochen Müller. Auch beim 5. Hans-Dieter-Fricke-Gedächtnispokal im Juni 2008 stand er zusammen mit seinem Doppelpartner Carsten Klinge auf dem Treppchen (2. Platz). Wegen seiner famosen Abwehrstrategie war er in der hiesigen Tischtennis-Szene „gefürchtet“. Das brachte manchen Gegner schier zur Verzweifelung. Aber Heinz Banach nahm´s gelassen und spielte, wie er es gelernt hatte. „Danke, Heinz, für die tolle Zeit mit dir. Du fehlst uns sehr“, betonte Jens Burmester.
Die würdige Beisetzung von Heinz Banach erfolgte am Freitag, 24. Mai 2024, im Friedwald Barendorf (Baumkennung: OHL 4292).

 

Aufstieg im April 2003 in die 1. Kreisklasse. Dafür sorgten Markus Wagner, Heinz Banach, Peter Wagner und Jens Burmester (v. l.). Foto: A/privat
Heinz Banach (2. v. r.) an einem Trainingsabend 1998. Foto: A/privat