Erinnerungen an den Gründer der Sparte

Hans-Dieter Fricke war 26 Jahre Abteilungsleiter und starb nur 53-jährig

jb Lüneburg. Es war kein Aprilscherz ! Am 1. April 1974 gründete Hans-Dieter Fricke im Alter von 27 Jahren die Tischtennis-Abteilung der Lüneburger SV, das erste Training fand am Donnerstag, 4. April 1974, statt. Die Männer der ersten Stunde waren: Hans-Dieter Fricke, der nicht mit „Hans-Dieter“, sondern nur mit „Dieter“ angesprochen werden wollte und den alle Mitglieder respektvoll und mit Achtung begegneten (er war 26 Jahre Abteilungsleiter), Karl-Heinz Kumbartzky (1974 – 1980, danach von 1980 bis Mitte November 2007 beim SV Barnstedt, seit Ende November 2007 wieder bei der LSV), Gerhard Strenger und Hans-Jürgen Rieken. Ein Jahr später folgten Andreas Laumer, Otmar Klatt, 1976 Jens Burmester und 1978 Jürgen Wendlandt, Knut Jasker und Henning Drinkkuth.

Dieter Fricke, der als Prokurist bei der „LTG“ in Lüneburg arbeitete, war kein Mann der vielen Worte, sondern ein Mann der Taten. Ihm haben es die Kameraden unter anderem zu verdanken, dass seit 1974 in der Sporthalle der Grundschule Hagen (früher: Volksschule VII, heute: Igelschule Hagen) an der Dahlenburger Landstraße (Einfahrt Schulstraße) trainiert und am Punktspielbetrieb teilgenommen wird. Als Gründungsvater war er in jeder Hinsicht im Umgang mit seinen Vereinskameraden, als Privatperson und in Tischtennis-Kreisen ein Vorbild. Ehrlich vom Scheitel bis zur Sohle, stets hilfsbereit – eben ein Mensch voller Elan, der nie den Lebensmut verlor.

Hans-Dieter Fricke Foto: jb

Zuweilen konnte der fröhliche Spartenleiter hin und wieder auch ernste Töne anschlagen. Aber wie sagt der Volksmund: „Der Ton macht die Musik“. Er war viele Jahre Staffelleiter, so unter anderem von 1978 bis 1980. Sein erster Doppelpartner war der am 23. September 2003 verstorbene Gerhard Strenger, der seinerzeit in der Keplerstraße im Stadtteil Neu Hagen ein Toto-Lotto-Geschäft führte. 1978 und 1979 spielte der heutige Abteilungsleiter Jens Burmester mit ihm Doppel. „Wir hatten sehr viel Spaß“, erinnert sich Burmester.

Bei der Tischtennis-Vereinsmeisterschaft am 24. September 1983 belegte Dieter Fricke mit Frank Wiesinger im Doppel einen hervorragenden zweiten Platz, wie ein Jahr zuvor am 28. November 1982 bei der ersten Klubmeisterschaft.

Mitte der 90er-Jahre wurde bei ihm eine furchtbare Krankheit diagnostiziert: Die langsame, schleichende Erblindung, hervorgerufen, wie er Jens Burmester sagte, durch die jahrelange Einnahme von Kortison. Zu wissen, nie wieder Tischtennis zu spielen und vor allem nie wieder seine Kameraden in Lebensgröße zu sehen, ein herber Schicksalsschlag.

Erinnerungen an 1991 (v. l.): Heinrich Schünemann, Hans-Dieter Fricke, Dietmar Herres, Jürgen Wendlandt, Peter Schmitz und Jens Burmester Foto: privat
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