Ein wichtiger, sozialer Baustein im Gefüge der Hansestadt

LSV-Fußball-Legenden beim 100-jährigen Vereinsjubiläum der Hit – erste Klubchronik auf dem Markt

Von Jens Burmester

Lüneburg. 36.500 Tage Lüneburger Sportvereinigung (LSV) oder 100 Jahre – dieses Jubiläum feierte der heute 420 Mitglieder zählende Klub mit einem Festakt (21. Juni 2013), der gleichzeitig Gelegenheit bot, die erste Festchronik des Vereins auf 224 Seiten vorzustellen. Vorsitzender Ralf Pagels würdigte in seiner Rede die akribische und detaillierte Arbeit der Autoren Erhard Rölcke und Erich Husmeier, die in nur elf Monaten dieses Werk auf die Beine stellten. Dabei ließ Pagels die wechselvolle Geschichte des Vereins Revue passieren. „Wir waren und sind kein bürgerlicher Sportverein oder Turnverein, unsere Wurzeln liegen im Arbeitersport“, so der Klubchef vor zahlreichen Gästen aus Sport und Politik, unter ihnen unter anderem Oberbürgermeister Ulrich Mädge, die stellvertretende Landrätin Nicole Ziemer, der Sportausschussvorsitzende Hubert Meißner und Kreissportbund-Vorstandsmitglied und ESV-Vorsitzender Hans-Werner Heitsch.

100 Jahre Freie Sportvereinigung Lüneburg (FSL) ging 1913 aus der Arbeiter-Turnerschaft Lüneburg hervor, deren Tradition der Verein fortsetzt. „87 Jahre sind es heute her, als der Hagener SV (HSV) gegründet wurde, und seit 42 Jahren gibt es die LSV, die aus der Fusion von FSL und HSV 1971 entstand“, machte Ralf Pagels deutlich. „Die LSV ist ein wichtiger, sozialer Baustein im Gefüge der Hansestadt und nicht zuletzt auch ein wichtiger Motor und Pfeiler für die Integrations- und Präventionsarbeit dieser Stadt“, betonte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der seit 1991 LSV-Mitglied ist. Das Stadtoberhaupt weiter: „Auch wenn sich die Welt in den 100 Jahren des Bestehens verändert hat, wichtige Werte von damals haben noch immer Bestand, und das sind Fairness, Solidarität, Einsatzbereitschaft und Kameradschaft.“

Während des Festaktes sorgten 30 Musiker der Big-Band der Lüneburger Wilhelm-Raabe-Schule unter der Leitung von Hartmut Singer mit traditionellem Big-Band-Jazz, aber auch mit modernen Arrangements von Quincy Jones bis Gordon Godwin für flotte Rhythmen. Nach etwa eineinhalb Stunden war der offizielle Teil beendet, man begab sich in den Versammlungsraum, denn dort wartete zur Stärkung ein leckeres, liebevoll zubereitetes Schnittchen-Buffet vom Wirte-Paar Iris und Jürgen Obrecht.

Ein kleiner Blick in die Festchronik. Fotos (4): jb
Der Stolz des Vereins: Die erste Chronik in Buchform.
Heinrich-Hünecke-Plakette. Er war der erste Vorsitzende des Landessportbundes (LSB) von 1946 bis 1955.
Plakette vom Deutschen Turner-Bund (DTB)
Die Ehrenvorsitzenden Manfred Schestak und Otto Ernst Schulz sowie Erich Husmeier, Erhard Rölcke, LSV-Chef Ralf Pagels und sein Vize Ralf Braun (v. l.) präsentieren während des Festaktes die erste Vereinschronik. Foto: jb
Vereinsvorsitzender Ralf Pagels (M.) überreicht den Chronik-Autoren Erhard Rölcke (l.) und Erich Husmeier zwei Flaschen edlen Sekt. Gleichzeitig dankte Pagels dem Duo für ihre hervorragende Leistung. Foto: jb
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